Was die Logistikweisen über die Gegenwart & Zukunft der Digitalisierung sagen

Die Wissenschaft hat eine High Level Group, die Wirtschaft den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung … und Mittelerde den Great Council Of The White Wizards.

All diesen Gremien gemein ist die Aufgabe, sich mit aktuellen und vor allem kommenden Entwicklungen zu befassen. Hochrangige Wissenschaftler, Volkswirte … und Zauberer.

Auch in der Logistik gibt es einen vergleichbaren Rat: die Logistikweisen.

Die Grundidee der Logistikweisen ist, Wissenschaft und Wirtschaft, Logistikdienstleister und verladende Unternehmen, Berater und Lieferanten zusammenzubringen, um voneinander zu lernen. Der Rat diskutiert, analysiert und spekuliert, wie sich die Logistik entwickeln wird respektive entwickeln könnte. Und in unregelmäßigen Abständen veröffentlichen die Logistikweisen Studien. Aktuell zum Thema „Digitalisierung“ – also zum Einsatz digitaler Werkzeuge in Unternehmen und zur digitalen Transformation der Unternehmen selbst.

Die umfangreiche wie empfehlenswerte Studie soll Führungskräfte in der Logistik Fakten liefern, mit denen Entscheidungen über Investitionen in digitale Technologien getroffen werden können.

Nicht jede Digitalisierungslösung macht für jedes Unternehmen Sinn

Welche digitalen Entwicklungen kann man jetzt oder zeitnah einsetzen? Und welche Entwicklungen machen – zumindest vorerst – keinen Sinn? Es sind Fragen, die sich nicht übergreifend für alle Unternehmen beantworten lassen. Denn: Alle Digitalisierungslösungen müssen stets auf die jeweiligen Unternehmensstrukturen zugeschnitten sein – so der Grundtenor der Studie.

Zudem zeigen die Logistikweisen in ihrer Ausarbeitung Bereiche auf – und hier sind sich viele Unternehmen unsicher –, in denen sich Digitalisierungsprozesse bereits bewährt haben und fehlererprobt sind. Zum Beispiel im Bereich der Telematik und im E-Dokumenten-Management. Ersteres ermöglicht eine höhere Effizienz der Verkehrsinfrastruktur, eine gesteigerte Verkehrssicherheit und eine optimale Auslastung von Ladekapazitäten. Letzteres spart Zeit bei der Erfassung, Ordnung sowie bei der regelmäßigen Aktualisierung von Kommunikationsinformationen respektive Dokumenten.

Digitalisierung (c) Pixabay - Ausschnitt

Die Auswahl ist groß, aber digitale Lösungen müssen auf die jeweiligen Unternehmensstrukturen zugeschnitten sein (c) Pixabay

Manches unterliegt einem Hype …

Mit überzogenen Erwartungen behaftet sei laut der Studie hingegen derzeit die Entwicklung des Platoonings, also des drahtlos miteinander vernetzten Fahrens von Lkws in sehr kurzem Abstand. Vermutlich werden dadurch nicht so viel Platz, Treibstoff, Emissionen und Personalkosten eingespart, wie erhofft.

Professor Wolfgang Stölzle vom Institut für Supply Chain Management an der Universität St. Gallen bringt es gegenüber der Deutschen Verkehrs-Zeitung auf den Punkt: „Unternehmen sind also gut beraten, sich über die Leuchttürme zu informieren und zu prüfen, inwieweit sie hier andocken können.“ Stölzle gehört zu den Logistikweisen (siehe auch: Liste am Ende des Blog-Artikels).

… aber ein Wandel steht bevor

Auf einen bevorstehenden Paradigmenwechsel von kurzfristigen (und vielleicht auf Dauer sogar teuren) hin zu langfristigen Kostensenkungen sowie zu einer Erhöhung des Service- und Leistungslevels bezieht sich dagegen Professor Christian Kille vom Institut für angewandte Logistik von der Hochschule Würzburg. Er sieht Digitalisierungswerkzeuge als Unterstützung innerhalb dieses Wandels. Laut Kille führe dieser Wandel dazu, dass die Logistik zu einem noch stärkeren Erfolgsfaktor in der deutschen Wirtschaft reifen wird.

Über 20 Digitalisierungswerkzeuge wurden schließlich untersucht. Alle spezifisch bewertet, damit es, wie auch Kille festhält, zu keinen Fehlinvestitionen bei der Digitalisierung kommt – und einmalige Ausgaben zu konstanten Mehreinnahmen führen. Hier geht es zur kostenfreien Studie.

Wir von der HDS International Group helfen Ihnen dabei, das richtige Digitalisierungswerkzeug für Ihr Unternehmen zu finden – und senken Kosten, im Geiste der Logistikweisen, zukunftsorientiert. Wir beantworten gern Ihre Fragen und helfen Ihnen bei der Umsetzung digitaler Prozesse. Unsere HDS Services GmbH zum Beispiel führt automatisierte und manuelle Rechnungsprüfungen durch, installiert Leistungs- und Qualitätsmonitoring, vergleicht Produkte sowie Dienstleistungen und digitalisiert ihre Rechnungen.

Fragestellungen zum Frieden in Fantasieregionen richten Sie aber bitte an den „Great Council Of The White Wizards“ …

Über uns

Die HDS International Group verbessert seit über 13 Jahren die logistischen Prozesse ihrer Kunden, senkt Transportkosten und Emissionen. Über 1.000 Projekte haben wir erfolgreich begleitet. Wir verhandeln jährlich mehr als eine Milliarde Euro Frachtaufkommen und sind in den Bereichen der Rechnungsprüfung und Transparenzschaffung Marktführer in Europa. Über 100 mehrsprachige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit langjähriger logistischer Expertise bilden unser Kapital.

Aktuelle Mitglieder der Logistikweisen

  • Professor Christian Kille (Initiator, Hochschule Würzburg-Schweinfurt)
  • Markus Meißner (Initiator, AEB)
  • Frauke Heistermann (Coach)
  • Dr. Andreas Backhaus (BASF)
  • Berit Börke (TX Logistik)
  • Dr. Christian Grotemeier (BVL)
  • Martin Schwemmer (Fraunhofer SCS)
  • Hans-Jörg Hager (Unternehmer-Colloquium Spedition)
  • Gerd Hailfinger (Geberit)
  • Dr. Christian Jacobi (Agiplan)
  • Wolfgang Lehmacher (World Economic Forum)
  • Dr. Alexander Nehm (Logivest Concept)
  • Klemens Rethmann (Rhenus)
  • Dr. Torsten Rudolph (Rudolph Logistik)
  • Professor Thorsten Schmidt (TU Dresden)
  • Arnold Schroven (Geopost)
  • Harald Seifert (Seifert Logistics)
  • Professor Wolfgang Stölzle (Uni St. Gallen)
  • Daniel Terner (AEB)
  • Jürgen Vedie (windeln.de)
  • Dr. Steffen Wagner (KPMG)
  • Professor Peer Witten (Logistik-Initiative Hamburg)